Karosserie A Kadett

Champagner-D
Hallo, es gefällt mir sehr gut wie du an deinen Umbau ran gehst, scheint ein sehr schickes Resultat zu werden, wenn du so weiter arbeitest, Hut ab
AchimEngels
Am Ende soll so etwas dabei herausommen:

http://express-ig.foren-city.de/topic,87...onsprojekt.html


Vorher....


...nacher.


Natürlich will ich den Kadett nicht zum Moped umbauen, ich meine das natürlich nur vom Qualitätsgrad, den ich erreichen will. :-)
Champagner-D
Achim, ich sag nur genial, was du da so schönes baust, habe mir den ganzen Vormittag deinen Umbau der SL 95 auf der Zunge zergehen lassen, genial
AchimEngels
Danke! Freut immer wenn´s gefällt. Solltest erst mal meine Flugzeuge sehen. Da bin ich schon stolz drauf! :-)

Gestern habe ich die Vorderachse versucht zu zerlegen.

Die unteren Lenker sind abgebaut. Nur die Kugelgelenke und eingepresste Teile müssen noch raus, dann geht´s zum Sandstrahlen und lackieren. Verbogen ist da nix, das haben wir nachgemessen.

Die oberen Lenker sind die ersten Teile, die nicht ab wollen. Die Gelenkachsenbolzen lassen sich nicht bewegen...mal sehen was mit roher Gewalt, Germes und Hitze geht...

Weiß irgendjemand etwas über die Federspanung der Blattfedern im Kadett A? Ich würde meine Federn gerne aufrichten lassen - falls notwendig - aber mir fehlen sämtliche Angaben dazu.

Gruß

Achim





AchimEngels
Da muckst sich nichts! Nicht mit sanfter und auch nicht mit roher Gewalt. Das Schräubchen dreht sich nicht mal.

Bestimmt gibts da irgendeinen versteckten Trick den ich noch nicht durchschaut habe.

Vermutlich werde ich das ganze Dind wohl erst mal weiter zerlegen, sandstrahlen und dann genauer anschauen. Vielleicht lässt es sich dann besser erkennen woran es denn liegt.
gt-oldie
die schraube ist ganz einfach festgerostet.
AchimEngels
Ja, das denke ich wohl auch, aber das bringt mich nicht weiter.

Irgendeine Idee wie ich sie zerstörungsfrei raus bekommen kann?
gt-oldie
zerstörungsfrei wirst du sie nicht herausbekommen. richtig mit einem guten rostlöser einsprühen und dann von beiden seiten die schraube mit dem hammer bearbeiten. sie sollte sich dann irgendwann lösen.
du bist nicht der erste mit diesem problem. die schraube geht durch eine hülse die im achskörper verschweißt ist. wenn man an die hülse besser ran kommen würde wäre es ganz einfach mit einem schweißbrenner zu lösen. die hülse schaut auf jeder seite vom achsträger ein stück raus, da kann du mal ansetzen mit dem schweißbrenner, rotglühend machen und dann mit dem hammer auf die schraube von jeder seite. wenn du glück hast verbrennt genügend vom rost und die schraube löst sich.
AchimEngels
Diese verfluchte Schraube hat tatsächlich jeder Aggression stand gehalten.

Ich habe mir dann folgende Vorgehensweise überlegt:

1. Mit dem Brenner aufheitzen.

2. Abkühlen lassen auf etwa 150-100 C°.

3. Tapfer einölen. Das heiße Öl wird richtig schön dünnflüssig und kriecht überall rein.

4.Das Ganze habe ich dann einen Tag wirken lassen und siehe da - am nächsten Tag lässt sich das Biest mit relativ sanften Hammerschlägen einfach herausklopfen.









Sogar die Gummilager sind nicht zusammengeschmolzen. Trotzdem kommen natürlich neue hinein.

Viel Spaß!

Achim
gt-oldie
na also hat doch geklappt.


gruß dieter
soli
das Ganze wäre aber auch mit einem guten Rostlöser gegangen! Muß halt nur auch mal einen Tag einwirken.... Beim D wehrt sich immer die dicke Querlenkerschraube. Da funktioniert das auf diese Weise hervorragend!
gt-oldie
@ soli
in diesem fall wahrscheinlich nicht. ich weiß wo von ich rede. mit der methode warm machen verbrennt der rost innen. und hier in diesem fall hatte der rost einige jahrzehnte länger zeit sich aus zubreiten.
genau so wird es gemacht wenn ein auspufftopf ersetzt werden muß. am rohr rotglühend machen dann kannst du den topf mit den händen runter drehen. mit rostlöser ist da nicht viel zu machen.


gruß dieter
soli
ich denke es hat wohl doch jeder seine eigene Methode.
gt-oldie
@ soli

da hast du recht. manche arbeiten halt nach dem motto: warum einfach wenn es auch umständlich geht.

nichts für ungut.


gruß dieter
CaravanLuxus
Ein Teil, das eh ersetzt werden soll, kann man ja auch ruhig durch heißmachen zerstören, es wird ja eh ersetzt. So zum Beispiel beim Auspuff. Durch das Glühen verändert man die Struktur des Metallgefüges, sodaß es spröde wird. Beim Auspuff ist das egal, der ist ja nur seinem eigenen Gewicht ausgesetzt.
Aber an der Radaufhängung würde ich zuerst die Methode von Soli anwenden, bevor ich den Achskörper ausglühe... Kadett-A Vorderachsen sollte man aber noch bekommen, bin da zuversichtlich.
Matthias
AchimEngels
Der Stahl wird beim Ausglühen nicht spröde, sondern er wird weich. Das Hängt aber auch sehr stark mit der Temperatur zusammen auf die man geht und die Art und weise in der er wieder abkühlt und natürlich auch von der Legierung selbst. Die Automobilachsen sind aber nicht aus hochfestem Material....

In meinem Fall hat ja auch nichts geglüht. Bin ja nicht völlig vom Reißbrett gefallen :-) Mir ging es mehr um eine Ausdehnung der Hülse und des Bolzens, damit dann das Öl durch die Kapilarwirkung eindringen kann.

Germes hat soweit ich weiß den besten Rostlöser auf dem Markt der derzeit zu haben ist. Mit diesem habe ich eine Woche lang täglich versucht irgendwas los zu bekommen.

Da sich beim Aufheitzen die Hülse von außen schneller ausdehnt als der Bolzen nachkommen kann, bricht an einigen Stellen der Rost von den Oberflächen (Im Haarrissbereich) hier kann dann jeder x-beliebige Rostlöser oder Öl hineinkriechen. Da ich aber nicht gerne auf heiße Metallteile Sprühe, habe ich hierzu eben Kriechöl verwendet. Einen Tag später gieng das Problemlos auf.

Wenn man das schonend macht, passiert der Achse gar nichts. Wie gesagt sind nichtmal die Gumis angesengt gewesen. Spröde und alt sind sie aber und müssen deswegen ersetzt werden.

Und für diejenigen, die jetzt noch genau die Temperatur interessiert bei der ich das gemacht habe sei erwähnt dass ich das äußere Hülsenstück das aus dem Achsträger herausragt auf 400 Grad erhitzt habe. Die Temperatur wurde an der Oberfläche mittels farbverändernden Thermostift festgestellt.

Ich hoffe das ar jetzt ncht zu sehr klug geschissen, aber wenn ihr hier schon anfangt darüber zu debattieren, dann denke ich sollte ich wenigstens detailiert ausführen was genau ich getan habe :-)
CaravanLuxus
Beim Abkühlen in kaltem Wasser wird es spröde, so war's. Mein Gott, ich hätte es besser wissen sollen, als ich das schrieb. Nichts für ungut. Und ich hatte da irgendwas mit rotglühend im Hinterkopf, aber das hatte jemand anderes geschrieben. Dann habe ich nicht aufmerksam genug gelesen, Asche auf mein Haupt. Was Du da schreibst, zeigt mir, daß Du sehr umsichtig ans Werk gehst. Was nicht heißen soll, daß ich alles genauso machen würde :-)
Matthias
AchimEngels
Zitat:
"Was nicht heißen soll, daß ich alles genauso machen würde :-)"



Na hoffentlich nicht! :-)

Wenn alle das Gleiche machen würden wäre es doch erstens langweilig und zweitens könnte keiner lernen. Weder wie es gemacht wird, oder geht, noch wie man es keinesfalls tun sollte...

Was ich am oberen Lenker auch gemerkt habe ist, dass einer von beiden wohl mal irgendwann einen Schlag bekommen haben muss. Das Schmiedestück ist leicht verdreht und verschoben. Mal sehen ob ich das richten kann oder ob ich einen neuen brauche.

Das mache ich aber erst nach dem Säubern...

Die Stoßdämpfer sind fertig (kaputt) und müssen ersetzt werden. Neue sind schon bestellt, genauso die Gummis der oberen Lenker.
AchimEngels
Bevor ich die Vorderachse vollständig weiter zerlege wollte ich sie sandgestrahlt haben.#

Anfang der Woche habe ich sie von Strahlen zurückbekommen und gleich weiter demontiert. Der linke obere Lenker muß wohl mal einen Schlag bekommen haben, er war in zwei Richtungen verbogen, ließ sich aber relative einfach richten. Es ist schon erstaunlich wie "weich" dieses Blech ist.

Nach dem Zerlegen wurden alle Teile entfettet und anschließend von Hand mit einer Industriellen Epoxydharzgrundierung gestrichen. Sobald alle Teile so behandelt sind gets zum Lackierer.














Viel Spaß!

Achim
AchimEngels
Der rechte Kotflügel wurde jetzt auch abgenommen. Leider war er bei einer früheren Reperatur so verhunzt worden, dass er nicht mehr zu retten war. Ich musste ihn gewissermaßen chirurgisch entfernen.

Das Heraustrennen des rechten lampengehäuses war auch nicht ganz einfach, da es sich hierbei um einen kompletten Eigenbau aus 2mm (!!) Stahlblech gehandelt hat. Das Original war wohl so zerressen, dass dieser Ersatz notwendig wurde. Da ich noch nie einen Kadett gesehen habe, wußte ich nicht wie der vordere Lampentopf genau aussah. Mittlerweile weiß ich, dass der halbrunde, sphärisch gewölbte Lampentopf Bestandteil des vorderen Karosseriebleches gewesen ist. Links ist das Teil ja völlig verfault. Der rechte wird mir jetzt als Vorlage für die Neufertigung dienen. Links muss das Blech größtenteils herausgetrennt werden. Ich hoffe, dass ich genug stehen lassen kann, das mit die Positionierung des neuen Topfes erlaubt, an dem ja später das Lampengehäuse angeschweißt werden muss.