schlechtes Startverhalten - Kadett D 13N - Problem gelöst

    • schlechtes Startverhalten - Kadett D 13N - Problem gelöst

      Liebe Forengemeinde,


      ich habe seit kurzem folgendes Problem bei meinem Kadett D 13N:

      Wenn ich eine Weile gefahren bin, den Motor ausmache und das Auto für ca. 5-10 Minuten stehen lasse und den Motor dann wieder starten möchte, springt er sehr schlecht an. Nur mit viel Pumpen des Gaspedals und lange in Anlassposition gehaltenem Zündschlüssel springt er irgendwann mehr schlecht als recht an.

      Außerdem auffällig: Wenn ich fahre, stottert der Motor von Zeit zu Zeit unterschiedlich stark - egal ob ich beschleunige oder mit gleichmäßiger Geschwindigkeit fahre und völlig unvorhersehbar.

      Vor kurzem habe ich noch das Leerlaufabschaltventil ausgewechselt bzw. fest angezogen, da er dort offensichtlich Nebenluft zog.


      Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte? ?(


      Grüße,

      Tobi
    • Mach' doch mal ein kurzes Video.

      Warmgefahren soll man zum Anlassen beim Vergasermotor auch nicht mit dem Gaspedal pumpen, sondern es ohne Bewegung gedrückt halten. Ist evtl. das Schwimmernadelventil nicht ganz o.k., dass der Restdruck der Pumpe den Vergaser überflutet nach dem Abstellen? Dann muss schon georgelt werden bis der überschüssige Sprit weg ist.

      Dass das Problem nichts mit dem Abschaltventil zu tun haben konnte war schon klar.
    • @opelkadett: normalerweise sprang er warm immer super an - ohne dass ich das Gaspedal auch nur zu berühren brauchte. Pumpen tu ich nur, weil dies der einzige Weg ist, den Motor warm wieder zum Laufen zu bekommen. Das mit dem Schwimmernadelventil hört sich plausibel an - das werde ich mir bei Gelegenheit mal angucken.
    • Schlechtes Anspringen warm und kalt ist eher ungewöhnlich bei einem Vergaserproblem.

      Bei Kontaktzündung: Ist der Unterbrecherkontakt denn in Ordnung und richtig eingestellt? Und der Kondensator? Hat der kaum noch Kapazität, funkt es am Unterbrecherkontakt, dafür umso weniger an den Zündkerzen. Würde auch die Aussetzer erklären.
    • okay. nächstes Problem: Auto will nun auch kalt nicht mehr anspringen.

      - Zündkondensator habe ich getauscht
      - Zündkerzen habe ich geprüft - sehen gut aus - habe den Elektrodenabstand etwas nachkorrigiert

      Was mich stutzig macht: Zwischen abgezogenem Zündkabel, demjenigen das von der Zündspule zur Verteilerkappe führt, und Motorblock sprang beim Zünden kein Funke über. Heißt das, dass die Zündspule im Eimer ist, oder der Vorwiderstand? Oder reicht nach so vielen Startversuchen einfach die Batteriespannung nicht mehr aus, um einen Funken überspringen zu lassen?

      Habe noch eine Zündspule vom Kadett D mit 18E-Motor da - ist die kompatibel mit dem 13N? Sind beides Delco-Zündspulen.

      Bin für jeden Tipp dankbar!!


      Gruß, Tobi
    • Die Zündspule vom Kadett D mit 18E-Motor kannst Du für einen Startversuch benutzen, wenn das mit den Anschlüssen passt. Diese wird wohl mehr Strom ziehen, da wird die Lebensdauer vom Unterbrecherkontakt verkürzt. Auch kann die Spule bei längerer Nutzung zu heiss werden.

      Ob die Spannungsversorgung über den Vorwiderstand in Ordnung ist, kannst doch messen bzw. wenigstens eine Prüflampe anschließen.
    • Bevor ich anfange wild Teile zu tauschen, habe ich mich nochmal ein wenig in die Materie eingelesen.

      Habe mittlerweile den Unterbrecherkontakt im Verdacht - dafür sprechen die Zündaussetzer während der Fahrt und der nicht vorhandene Zündfunke, wenn man das von der Zündspule kommende Hauptzündkabel gegen den Motorblock hält und versucht, den Motor zu starten. Außerdem ist es von den in Frage kommenden Bauteilen (Zündspule selbst, Vorwiderstand, Kabel von Klemme 30 am Anlasser an Klemme 15a zur Überbrückung des Vorwiderstandes) dasjenige, das dem meisten Verschleiß ausgesetzt ist.
    • Gut zu wissen! Der alte Unterbrecherkontakt ist seit mehr als 15.000 km drin gewesen...kein Wunder!

      Der Kondensator war uralt - könnte gut sein. Oder ist das Verbrannte eventuell durch die misslungenen Startversuche entstanden?

      Nach Einbau des neuen Kontakts sind die nächsten Schritte dann: Mit der Fühlerblattlehre auf 0,4 mm einstellen, Schließwinkel kontrollieren und Zündzeitpunkt einstellen. Hab ich noch was vergessen?

      Wirkt sich ein abgenutzter Unterbrecher eigentlich auf den Spritverbrauch aus?
    • Tobi_87 schrieb:




      Oder ist das Verbrannte eventuell durch die misslungenen Startversuche entstanden?

      Nein, das bestimmt nicht.


      Nach Einbau des neuen Kontakts sind die nächsten Schritte dann: Mit der Fühlerblattlehre auf 0,4 mm einstellen, Schließwinkel kontrollieren und Zündzeitpunkt einstellen. Hab ich noch was vergessen?

      Den Nocken der Zündverteilerwelle ganz dünn einfetten.


      Wirkt sich ein abgenutzter Unterbrecher eigentlich auf den Spritverbrauch aus?

      Bei Aussetzern (teilweise unbemerkt) sicher.
    • So: Heute hab ich den neuen Unterbrecher eingebaut. Bisschen fummelig war es schon, aber jetzt läuft er wieder richtig schön gleichmäßig und springt an. Bin mal gespannt, wie er beim nächsten Kaltstart reagiert. Einen richtig dummen Fehler hab ich mir auch noch geleistet: Vergessen den Verteilerfinger wieder aufzustecken - kein Wunder, dass er auch mit neuen Kontakten erst nicht anspringen wollte. :D

      Zum Schließwinkeleinstellen bin ich wegen der Dunkelheit nicht mehr gekommen. Zur Zeit ist er mit 40° deutlich zu klein, also der Abstand der Kontakte zu groß. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tobi_87 ()