C14NZ: Zahnriemen wieder kaputt

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    • C14NZ: Zahnriemen wieder kaputt

      Hallo,

      Vor etwa 2 Jahren habe ich den Zahnriemen (Continental) incl Wasserpumpe (SKF) erneuert. Wagen hat so etwa 40000 km gelaufen. Gestern bin ich 400 km von Dänemark nach Bremen gefahren um Verwandte zu besuchen. Auto ist in DK zugelassen und also kein Deutsches Fahrzeug.

      Heute Abend Auto an, 2 Meter Rückkwärts gefahren und Motor ging aus (ging mit Leerlaufdrehzahl aus - also etwa 800 rpm) - alle Kontrollleuchten leuchteten. Folgende Diagnose konnte ich selbst machen:

      1. Zahnriemen nicht gebrochen, sondern die Zähne unten an der Kurbelwelle, weil: Wenn man Auto anlässt dreht sich die Kurbelwelle aber der Zahnriemen und die Nocken bewegen sich nicht. Also sind die Zähne wie bei meinem Fall vor 2 Jahren abgesäbelt.
      2. Sichtprüfung bei Öleinfüllung: 1 Kipphebel gebrochen (also der ganz rechts) - Kipphebel liegt in 2 Teilen im Ventilgehäuse. Dazu ist die Ventilschaftdichtung auch abgefallen und liegt nur so da. Ventilschaftende liegt ganz unten - kann also nicht einschätzen ob das Ventil durch den Kolben gedrückt hat oder ob der Kolben in UT ist.

      Meine Fragen:

      1. Lohnt sich eine Reperatur? Schätze das Auto hat einen Wert von 500 bis max 1000 Euro (wenn es läuft - hat original 140000 km auf der Uhr).
      2. Wie viel Schrottprämie bekommt man für so ein Auto wenn man s einfach vergessen möchte?

      MfG Lucas

      PS: Muss zugeben dass ich ein geliebter Kadett gar nicht mehr so richtig vertraue - kann nicht sein dass der Zahnriemen so schnell Probleme macht.
    • Also wenn man es selber machen kann, ist das gar nicht so teuer. Vom Schrotti nen Kopf besorgen, neue ZKD, neuen Zahnriemen. Wenn die Wasserpumpe nix abbekommen und kein Spiel hat, würde ich sie drin lassen und den Intervall dann halt angleichen, so dass man beim nächsten mal wieder beides erneuert.
      Zylinderköpfe für den C14NZ gibt es noch genug und am Ende ist ein kompletter günstgier als die Reparatur.
      Bei so einem eigentlich unkaputtbaren Motor würde ich eher auf einen Montagefehler tippen. Wenn man erst beim Starten feststellt, dass sich die Nockenwelle nicht bewegt, hat man schon den ersten gemacht.
    • Das Problem hatte ich beim C20NE auch schon zweimal, zum Glück geht da dann sonst nix kaputt. Einmal war es auch ein Markenriemen von Contitech, das war das Problem nicht.
      Hab mir dann den kaputten Riemen genauer angeschaut, die Zähne, die noch dran waren, waren alle schon an einer Seite eingerissen. Der Riemen muß also zu locker gelaufen sein.
      Das liegt mMn auch an der Motorkonstruktion mit starrer Spannrolle (Wasserpumpe). Wenn der Riemen gewechselt ist habe ich den Motor immer gut warmgefahren und die Spannung kontrolliert. Wenn ich aber im Winter dann -15°C habe ist das eine Differenz von über 100°C! Das gibt auf den Abstand von KW zur NW bestimmt eine beträchtliche Längenänderung, der Riemen wird also lockerer. Bei den "neueren" Motoren mit federbelasteter Spannrolle gibt's das Problem nicht mehr.
      legal-illegal-scheißegal :)
    • Ist der 1.4er kein Freiläufer? Mir ist der Riemen mal beim 1.6er gerissen, da ging nichts kaputt.

      Hatte den dann ambulant auf der Strasse gewechselt, der lief dann über 100.000 bis zum Verkauf.

      Kaputte Verzahnung kann ich mir nur bei schlechtem Material oder falscher Spannung vorstellen.

      Habe schon öfter Zahnriemen am C16NZ, C20NE, C20XE und Z20LET gewechselt, die Zähne waren immer O.K.
    • Zu dem Motor wird sowieso jeder etwas anderes sagen. Das ist seit Jahren im Netz so^^ In meinen Unterlagen steht, dass es einer ist. In der Regel passiert bei dem Motor bei normaler Verdichtung auch nichts, wenn der Zahnriemen nicht gerade bei 6000 Touren reißt. Ich hatte selber einen und es kam mir in der Werkstatt schon unter.
      Dass ein Schlepphebel bricht, hat nicht zwangsläufig immer etwas damit zu tun, ob der Motor ein Freiläufer ist oder nicht...
    • Wir hatten mals das Glück, dass zwar noch nicht die Kilometer für nen Zahnriemenwechsel erreicht waren, aber der ZR genau auf den Tag nach 4 Jahren übergesprungen ist. 2 Ventile waren krum. War ein Astra F mit nem C14NZ.

      Eigentlich dachte ich auch dass der C14NZ beim Kadett kein Freiläufer ist.

      Hatte jetzt erst den Kopf runter, aber unter dem Kriterium hab ich mir den nicht angesehen. Viel Platz war da aber wirklich nicht. Dachte Freiläufer sind 1.6er - 2.0er....
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    • Also ich kann sagen: Der C14NZ ist definitiv KEIN Freiläufer. Vor 2 Jahren wurde 1 Ventil Krumm.

      Ich habe mit einem Automechaniker gesprochen und er meinte folgendes: Die beiden Halb-clips - oder wie man die nennt - also die kleinen Dinger die das Ventil oben festhalten sind rausgesprungen. Dies erklärt warum die Feder weg ist, warum der Kipphebel gebrochen ist usw. Also hat der Nocken sich festgeklemmt und erst DANN wurde der Zahnriemen zerstört.

      Macht das Sinn?

      Lucas
    • Das macht durchaus Sinn. Wie ich schon gesagt habe, muss ein gebrochener Kipphebel nichts damit zu tun haben, ob Freiläufer oder nicht und nicht die FOLGE eines Zahnriemenrisses oder Übersprungs sein. Bei einem Montagefehler oder wenn das Material aufgibt, kann es durchaus sein, dass dir die Ventilsteuerung um die Ohren fliegt und sich erst dann der Zahnriemen verabschiedet. Nockenwelle klemmt, hält den Riemen fest, Kurbelwelle will weiter und reißt die Zähne raus.
    • Ich kann mir das nicht vorstellen daß die Keile von alleine abfallen.

      Conti Zahnriemen taugen nichts.
      Das liegt einmal an der Konstruktion die ganz anders ist als bei anderen Herstellern.
      Und wenn dann noch eine falsche Materialmischung verwendet wird, und zu lange gelagerter Riemen, dann gibt das Rapsel.
      Gates ist besser.

      Eigentlich müsste Conti den Motorschaden ersetzen. Fotos machen, Situation schildern. Ohne Rückmeldung wird es ewig tote Motoren geben.

      Ich sage nichts negatives gegen Reifen von Conti. Bin ich immer gut mit gefahren. Aber die Produktion von Zahnriemen sollten sie aufgeben
      oder verbessern.

      Wobei es sich beim Riemen natürlich auch um eine Fälschung gehandelt haben kann. So viele Schäden von Conti Riemen sind
      für einen so großen Hersteller kaum zu glauben.
    • Ob man sich das vorstellen kann oder nicht, möglich ist es und kam auch schon vor. Es brauch nur jemand mal am Kopf gearbeitet und einen Montagefehler gemacht haben. Oder irgendwas neues, minderwertiges reingefriemelt haben. Irgendwann rächt der sich.
      Ich persönlich kann über Conti-Riemen nichts schlechtes sagen, weder privat noch aus der Werkstatt. Mit Gates hatte ich allerdings ebenfalls nie Probleme.
    • harrytx65 schrieb:

      Aber es mag miese Fälschungen am Markt geben.
      Das Gefühl habe ich bei einigen anderen Teilen auch. Mein A6 hat, kurz bevor ich ihn gekauft habe (leider von Privat), neue Querlenker bekommen, von Febi. Febi-Lenker haben wir in der Werkstatt auch meistens verbaut, ohne Probleme. Sah gut aus, fühlte sich auch gut an, 6000 Km später, alle 4 Schrott :D Wobei ich dabei wirklich einen Einbaufehler vermute, den sehr viele machen. Aber ist ja nicht das Thema.
      Bei dem Riemen und Kopf kann man ja eigentlich nur mutmaßen. Im Prinzip ist vieles möglich. Also nen anderen Kopf besorgen, neuen Riementrieb dran und dann läuft er wieder.
    • Ich gehe mal davon aus daß der Zahnriemen die Ursache des Schadens war.
      Ventil hat aufgesetzt, Sollbruchstelle vom Kipphebel ist abgebrochen, und sofort hat das Bruchstück unter dem Rest-Hebel geklemmt und
      den Federteller niedergedrückt. Dadurch konnte der Keil wegfliegen.
      Ist nur ne Theorie.

      Habe die letzten Jahre wenig an Autos geschraubt.
      Aber mit einer Ausnahme waren alle Zahnriemenschäden mit denen ich direkt oder am Rande zu tun hatte an Conti Zahnriemen passiert.
      Das gibt zu denken.
      Nicht bei Erstausrüstung.

      Daher meine Vermutung, es gibt genauso wie bei den SKF Lager Fälschungen am Markt.

      Wenn ein echter Conti Zahnriemen oder ein SKF Lager/ Spannrolle oder eine SKF Wapu einzeln exakt so viel kosten wie alles im Paket, dann
      ist das Paket wohl eine Fälschung.
      Und gefälschte Lager hatte ich schon öfter.

      Bei meinem letzten Auto gab mir der Vorbesitzer ein solches Reparaturset bei.
      Die Anleitung und die Spannrolle passten überhaupt nicht zusammen so daß ich nach ein paar Tagen alles nochmal auseinandergebaut habe
      und die Spannrolle neu eingestellt habe. Hätte ich es so gelassen wie es war wäre sicherlich irgendwann der Riemen übergesprungen.

      Ich könnte jetzt noch ein bisschen ins Detail gehen was die Conti Zahnriemen betrifft, aber da ich da über die aktuelle Situation keinen Überblick habe
      lasse ich das besser. Also ich kaufe keine.
      Vielleicht eines nur, so wie ich es kenne haben die Erstausrüster-Conti Riemen auf der Lauffläche ein ganz dünnes Band aufvulkanisiert.
      Die Zähne können nicht abraspeln ohne daß Spuren des Bandes sichtbar sind. Fehlt das Band ist es wohl kein Conti-Riemen.
      Wobei ich natürlich nicht weiss ob es auch originale Riemen ohne das Band gibt.


      Gates Riemen haben dieses Band nicht.

      Was mir bei Diskussionen immer übel aufstößt ist wenn ein Werkstattmeister sagt daß dieses oder dieses Teil von irgend einer Firma
      noch nie Probleme gemacht hat.
      In der Regel kriegt eine Werkstatt es bei einer alten Karre so gut wie nie mit wenn nach 2 Jahren ein Defekt auftritt der das Fahrzeug zerstört.
      Daher kenne ich die Diskussion über schlechte Febi Achs-Teile auch nur von Endanwendern und nie von Verkäufern oder Wertstattleuten.
    • Ich habe ja nicht behauptet, dass diese Teile niemals seit Herstellung irgendwo auf der Welt Probleme gemacht haben, sondern mich lediglich auf mir bekannte Fahrzeuge, Teile, Motoren, eigens durchgeführte Reparaturen etc bezogen. In einer kleinen Firma und bei 90% Stammkundschaft bekommt man sehr wohl mit, wenn irgendein Defekt oder gar als Folge einer Reparatur eintritt.
      Achsteile von Febi beziehe ich auch privat und die neuen sind ebenfalls von Febi, also das weise ich auch mal zurück.
      Fakt ist, wenn es keine Fälschung oder irgendein Noname-Kram war, reißt so ein Zahnriemen nicht einfach so schon nach 2 Jahren, auch wenn das der eine oder andere ebenfalls nicht hören will. Auch um das zu beurteilen, hat man schon genügend mitbekommen. Bestes Beispiel aus dem Bereich der Opel-Motoren ist wohl der C20XE.