Teilenummer und Lieferant für Dichtungen

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    • Teilenummer und Lieferant für Dichtungen

      Hi, bin seit einiger Zeit wieder stolzer Besitzer eines 1982er Kadett D 1,3 Automatik.
      Bin jetzt auf der Suche nach Vergaserfussdichtung und Simmerring des Zündverteilers.
      Kann mir da jemand Tips geben?
      Danke schon mal im voraus!
    • Moin,

      wie Strahli schon schrieb, bräuchte man für die Vergaserdichtung auf jeden Fall die genaue Motorbezeichnung, da der 1.3N (60PS) einen Solex Vergaser hat und der 1.3S (75PS) einen Varajet-II Vergaser.
      Dementsprechend unterscheiden sich natürlich auch die Dichtungen.

      Der Zündverteiler hat keinen Simmerring im eigentlichen Sinne, da sich das Verteilergehäuse selbst ja nicht im Nockenwellengehäuse dreht.
      Am Zündverteiler-Gehäuse sitzt ein Gummi-O-Ring, der die Verbindung zum NW-Gehäuse abdichtet (ähnlich wie der O-Ring der Wasserpumpe beim OHC-Motor)

      Beim 13N/S gab's grundsätzlich 2 unterschiedliche Zündverteiler:

      Bis ca. Juli 1982 wurde beim 13N/S ein kontakt-gesteuerter Zündverteiler von Bosch verbaut.
      Zu erkennen ist dieser an der Bosch-typischen kleinen roten Verteilerkappe und einem außenliegenden, messing-farbenen Kondensator (mit einem grünen Kabel dran)

      Im Juli/August 1982 wurde der 13N/S dann auf den kontaktlosen, elektronisch gesteuerten Zündverteiler von Delco Remy umgestellt.
      Äußerlich zu erkennen ist dieser an der großen schwarzen Verteilerkappen (und an dem im Gegensatz zum Bosch-Zündverteiler sehr kleinem Alu-Gehäuse)

      Je nachdem welcher Verteiler verbaut ist, hat dieser O-Ring eine andere Teilenummer:

      12 12 579 / 90167515 - O-Ring für Bosch-Zündverteiler (kleine rote Verteilerkappe)
      12 12 578 / 01972943 - O-Ring Delco-Zündverteiler (große schwarze Verteilerkappe)
      " Für Leute mit Spaß am Fahren - Kadett GTE "

      Interne Infomappe zum Kadett D GTE (Mai ´83)
    • Sorry für die späte Antwort.
      Vielen Dank für eure Antworten :)

      Ich habe die zwei Teile mittlerweile besorgen können.

      Vielen lieben Dank an das van Eupen Team aus Essen Kray.
      Sehr kompetent und super freundlich!!!

      Werde leider erst nächste Woche zum Einbau der Teile kommen und hoffe, das das Kadettchen danach wieder ruckelfrei fährt.
    • Hi zusammen.
      Ich habe jetzt einiges an neuen Teilen verbaut und musste gestern leider wieder feststellen, er ruckelt weiterhin.
      es sind vorgenommen worden, Vergaserreinigung, Kondensator gewechselt, Kerzen gewechselt, Vergaserfußdichtung, Luftfilter.
      Sprit bekommt er, geht nach ca. 5-6km aus, danach aber sofort wieder an.
      Das ganze passiert wenn ich z.b. eine Steigung befahre oder mehrere Meter schneller als 60km/h. Also unter Last.
      Ich weiß das eine Ferndiagnose immer sehr schwierig ist und dieses Thema recht oft behandelt wird, ich hoffe jedoch auf eure Unterstützung.
    • Die Frage ob 1.3N (60PS) oder 1.3S (75PS) ist leider noch unbeantwortet.
      Wäre für eine Fehlerdiagnose nicht ganz unwichtig, da diese Motoren völlig unterschiedliche Vergaser haben.

      Da Du den Kondensator (am Zündverteiler ??? ) gewechselt hast, gehe ich davon aus, dass Dein Kadett einen Bosch Zündverteiler (kleine rote Verteilerkappe) hat.
      Hat Du Dir mal den Unterbrecherkontakt (im Zündverteiler) angesehen?
      Wie sehen die Kontaktflächen aus? Stimmt der Kontakt-Abstand? Stimmt der Zündzeitpunkt?
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    • Hallo Marcel,

      dann hast Du einen Vergaser mit Choke.
      Wie steht die Drosselklappe, wenn der Choke nicht gezogen ist?

      Läuft der Motor, wenn er kalt ist rund?
      Hast Du schon die Zündkabel kontrolliert?

      Evtl. auch mal eine andere Zündspule einbauen.
      Es könnte aber auch an der Membrane in der Benzinpume liegen, Hast Du diese auch schon überprüft?
    • Marcel schrieb:

      ach ja, co lag bei 9%.
      ;(
      Der CO Gehalt ist viel zu hoch, er muss bei warmen Motor zwischen 1,4 bis 1,6 ppm liegen. Besser leicht darüber, ich selbst fahre meinen 1,3S mit 1,8 ppm und stelle den alle zwei Jahre während meiner TÜV Prüfung selbst ein bis es meinem Prüfer gefällt.
      Für den 1,3N habe ich die Daten gerade nicht im Kopf, aber ich könnte heute Abend nachschlagen.
      So jedenfalls läuft Dein Motor mit einem viel zu fettem und schlecht zündfähigem Gemisch. Kein Wunder dass der abstirbt.

      Gruß Strahli
    • Marcel, die Drosselklappe soll ohne Choke fast geschlossen sein. Mit dem Choke wird sie weiter geöffnet. So bekommt der Motor beim Kaltstart ein fettere und gewolltes Gemisch. Sobald der Motor wärmer wird muss der Choke zuzuückgeschoben werden.
      Meistens reicht es aus, wenn dieser nur beim Start gezogen wird und anschließend langsam wieder eingeschoben wird.
      Bleibt er gezogen bekommt der Motor, wenn er warm ist ein zu fettes Gemisch.
      Wenn der Kadett 5 Minuten gefahren wird, sollte er seine Betriebstemperatur erreicht haben.
      Im Reparaturhandbuch "So wird's gemacht" kannst Du lesen, ob die Drosselklappe (Starterklappe) richtig eingestellt ist.

      Das Buch kannst auch online lesen.
      Hier ist der Link:
      sowirdsgemacht.com/band22/Opel-Kadett-Opel-Kadett.html#!48

      Das Buch ist ein gutes Nachschlagewerk und ein MUSS für jeden Hobbyschrauber.

      Viel Erfolg
      DreamOpel
    • Die Aussagen von DreamOpel sind halbwegs korrekt. Die angegebenen Stellungen der Drosselklappe und zur Betätigung des Chokes sind definitiv richtig.
      Jedoch kann die Gemischbildung am Vergaser nur bei betriebswarmen Motor über die Gemisch- und die Umgemischregulierschrauben (reguliert den CO-Gehalt) mittels angeschlossenem AU -Tester eingestellt werden. Ohne diesen Tester wird jeder Einstellungversuch zu einem Blindflug. Ein zu fettes Gemisch führt zu einem höheren Verbrauch, das Gemisch wird nicht vollständig verbrannt und gelangt dann in die Abgasanlage oder in den Ölkreislauf. Der Motor wird langsamer warm. Ein zu mageres Gemisch führt im Teillastbereich zum sogenannten Magerruckeln und aufgrund des Sauerstoffüberschusses zu einer höheren Verbrennungstemperatur. Der Motor kann überhitzen und es kann zum Durchbrenner der Kolbenböden kommen.

      Gruß Strahli
    • Danke für die Lorbeeren, ich habe bereits 26 Jahre Erfahrung mit den Opelvergasern Carter, Solex und Varajet. Kann den Varajet mittlerweile fast blind zerlegen und wieder einstellen, da kommt selbst meine Opelfachwerkstatt ins grübeln :D

      DreamOpel schrieb:

      Es müsste doch bei einer Überfettung aus dem Auspuff schwarzer Qualm herauskommen und das Endrohr innen rußig sein.

      @'Marcel
      Bitte kontrolliere es.
      Dass ist so nicht richtig, der CO ist ein farbloses und geruchloses Gas und rußt nicht.
      Wenn aus dem Auspuff schwarzer Qualm austritt, dann verbrennt der Motor Öl, was entweder auf verschlissene Kolbenringe oder Ventilschaftdichtungen deutet. Ist der Qualm weiß, dann wird Wasser verbrannt und dass ist das klassische Anzeichen einer defekten Zylinderkopfdichtung.

      Gruß Strahli
    • Hallo Strahlt,
      ja klar, dass das der CO-Gehalt nicht sichtbar ist. Wäre es so, würden alle Fahrzeuge eine kleine Wolke hinter sich herziehen. :P

      Ich kenne es bei einem damaligen Kadett B von meinem Kumpel. Hier war der Vergase zu fett eingestellt und der Motor hat das Gemisch nicht komplett verbrannt. Es kam schwarzer Qualm aus dem Auspuff.

      Wenn der Motor Öl verbrennt, ist dieser doch bläulich/grau. Oder?

      - - - - - -

      Strahli, dann könntest Du Dir den Vergaser von Marcels Kadett anschauen, reparieren und richtig einstellen. Wäre das machbar auch im ausgebauten Zustand, diesen einzustellen?
    • DreamOpel schrieb:

      Ich kenne es bei einem damaligen Kadett B von meinem Kumpel. Hier war der Vergase zu fett eingestellt und der Motor hat das Gemisch nicht komplett verbrannt. Es kam schwarzer Qualm aus dem Auspuff.

      Wenn der Motor Öl verbrennt, ist dieser doch bläulich/grau. Oder?
      Also mir ist kein Vorfall bekannt, bei dem ein zu fettes Gemisch dafür gesorgt hat, dass sichtbarer schwarzer Qualm in den Abgasen erkennbar gewesen wäre.
      Ich vermute eher, dass der Grund dafür eine andere Ursache war. Ich tippe auf Kolbenkippen infolge von Verschleiß in den Zylindern
    • DreamOpel schrieb:

      dann könntest Du Dir den Vergaser von Marcels Kadett anschauen, reparieren und richtig einstellen. Wäre das machbar auch im ausgebauten Zustand, diesen einzustellen?
      Einen Vergaser kann man im ausgebauten Zustand nicht einstellen. Die Abgaseinstellung und Feinjustierung kann man ausschließlich bei laufendem Motor vornehmen. Was man mit den Einstellschrauben verändert, wird im Abgasbild am AU-Tester sofort sichtbar.

      Beim meinem letzten Vergasertausch, wohlgemerkt es handelte sich um einen flammneuen noch verblombten Varajet, lag der CO-Gehalt gar außerhalb des Anzeigespektrums des AU-Testers. Die hören nämlich bei einem CO-Gehalt größer 9,99ppm auf zu messen... und selbst dieser D Kadett hatte keine, nicht mal eine weiße Abgasfahne
    • Ich dachte, dass es eine gewisse Grundeinstellung der Einstellschrauben gibt.
      Z.B. Schraube ganz reindrehen und 1,5 Umdrehungen wieder zurück. ;)
      Klar ist mir auch, dass eine Feineinstellung am Fahrzeug folgen muss.

      Zum schwarzen Qualm.
      Es lag eindeutig an ein zu fettes Gemisch, dadurch kam es zu einer unsauberen Verbrennung.
      Der Motor hat anschließend noch etliche 10.000 km gelaufen und hatte nach der richtigen Einstellung des Vergasers und der Zündung immer ein hellgraues Auspuffendrohr (verbleites Bezin) und das Zündkerzengesicht sah nach einer Motorleistung von über 220.000 km prima aus.
      Es war die alte Nähmaschine mit 45 PS aus 1.1 Liter Hubraum. Ein toller Motor.

      Das waren noch Zeiten, wo der Motor noch nach Gehör eingestellt wurde und der Meister hatte immer einen kleinen Schraubenzieher in der Kitteltasche.
      Viel Werkzeug brauchte man damals nicht. :)
      Heute bei der modernen Motortechnik geht es nur noch mit Laptop und Co.
      Und der Motorraum muss erst mal freigeräumt werden um an alle Sensoren zu kommen.