Rettung noch möglich?

    • Rettung noch möglich?

      Mein Kadett E, 1989, Formheck, 13N, ist lt. Aussage der Werkstatt ein Fall für den Friedhof. Der Boden ist durch, tragende Teile angegriffen, Reparaturkosten in der Werkstatt > 5000€. Aber es ist verdammt noch mal ein Erbstück und noch 1. Hand. Kennt jemand evtl. Hobbyschrauber in Bochum oder Umgebung, die sich die Wiederbelebung eines solchen Kadett zutrauen und keine Werkstattpreise nehmen? Der Wagen hatte bis zum April TÜV, hat weder meine Eltern noch mich jemals hängen lassen, und der Motor hat etwas über 180 000 km weg. Da ist doch eigentlich noch was drin. Ich bin dummerweise kein Schraubertyp und hätte im Moment auch gar nicht die Zeit dazu. Wenn jemand eine Idee hat: Komm bitte rüber damit.
    • Hallo r.stein,

      bitte ncht gleich den Kadett aufgeben, er ist schließlich bald ein Oldtimer.
      Schweller und hintere Radläufe gibt es günstig zum Einschweißen als passende Reparaturbleche.
      Am Bodenblech können evtl. auch auf Größe geschnittene Bleche eingesetzt werden.
      Leider gibt es beim Kadett E eine typische Durchrostung bei den meisten Kadetten, es sind die beiden Aufnahmen für den Querlenker.
      Diese Stellen waren so manches Aus für die letzte Kadett-Modellreihe.
      Sind diese Stellen nicht betroffen, solltest Du eine Reparatur einplanen. Evtl. kannst Du helfen oder Vorarbeit leisten.

      Hat dir die Werkstatt die Durchrostungen gezeigt?
      Ist die Technik am Fahrzeug noch prima?
      Ein paar Fotos wären schön, Du kannst sie unter Dateianhänge hochladen.

      Es sollte auch vernünftig reapiert werden, damit Du noch einige Jahre den Kadett Stufenheck fahren kannst.

      Hier ein Foto, damit Du siehst, wo die vordere Achsaufnahme ist. Hier liegen mehre Bleche übereinander, das Bodenblech, die Motorraumstirnwand und die Stütze für den Querlenker.
    • Da gab es noch keine Digitalkameras. ;)
      Es war am 21. Oktober 1986
      Der Kadett lief als 119. Fahrzeug an diesem Tag im Werk Bochum vom Band.

      Habe vor vier Jahren den alten und porösen Untebodenschutz mit viel Liebe entfernt.
      Erst mit Öl leicht eingepinselt und 2 Wochen einwirken lassen. So könnte ich den aufgeweichten Untebodenschutz mit Holzspachteln gut entfernen. Den Rest habe ich mit Reinigungsbenzin und Lappen entfernt. Hatte vor einen neuen Unternodenschutz aufzutragen, habe mich aber nach der Tat andes entschieden, da der Lack nicht beschädigt wurde. Der Unterboden wurde nur leicht mit Öl eingesprüht.
      Der TÜV-Prüfer freut sich jedes mal bei der Kontrolle. Nur gucken, nicht klopfen. :thumbup:
    • So könnten eigentlich fast alle unsere Kadetten aussehen, wenn da nicht damals durchs Werk der größte Fauxpas gemacht worden wäre... das Auftragen des Unterbodenschutzes!!! <X
      Der wurde nämlich mit zunehmendem Alter zu einer Art Schwamm und hat die Feuchtigkeit und den Schmutz eher am Unterboden festgehalten anstatt diesen davor zu schützen.
      Mein Rekord wird in diesem Jahr 58 Lenze alt, hat nie diesen Schmodder unter sich tragen müssen und ist vom Bodenblech ähnlich gut erhalten. Er hat nun 125000 km auf der Uhr und wurde noch nicht geschweißt... dass nenne ich Qualität oder kurz gesagt "Opel der Zuverlässige"