Jetzt schäume ich mein Auto aus

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    • Hallo,

      besonders skurril ist das Ausschäumen der Türen, selbst wenn das Fenster dann nicht oder nur noch ein paar cm zu öffnen ist. Vor allem: Wohin läuft dann das Regenwasser, das normalerweise oben am Fensterschacht rein und unten an der Tür rausläuft? Wahrscheinlich durch eine durchnässte Türpappe in den Innenraum.

      Zum Glück wurden die obskuren Ratgeber von früher inzwischen durch Internetforen abgelöst....

      Grüße
    • Die Schweller meines 57'er Rekord P1 waren damals mit Beton ausgegossen, da war bei der begonnenen Restauration nichts mehr zu retten. Den Wagen konnte ich im Jahre 2000 nur noch auseinander sägen und schlachten. Naja wenigstens hatte ich mit ihm zwei Jahre Freude gehabt und er hatte damals auch nur ein paar Hunderter gekostet.
      Ein ehemaliger Opelmechaniker hatte mir seinerzeit mit auf den Weg gegeben, dass es in den 50'er und 60'er Jahren gängige Praxis war Schweller mit Beton auszugießen, wenn diese Fritte waren. Wurde damals zwar auch nicht gerne vom TÜV gesehen, aber wiederum oft übersehen, wenn es denn gut gemacht war... Der Schweller auf der Fahrerseite bestand aus 18 Reparaturblechen, hinter- wie auch übereinander und war danach mit Beton ausgegossen worden.
      Jeder Bunkerkonstrukteur wäre neidisch geworden!
    • Das stimmt allerdings!

      Meine Mutter erzählt mir immer, dass Autos in den 60ern meist nach ein paar Jahre auf wahren.
      Und auch der so "robuste" Käfer war nur verhältnismäßig robust zu anderen Autos.
      Sie erzählte auch, dass die meisten Käfer-Besitzer nach ca. 100tkm einen neuen Motor brauchten.

      Erst Ende der 70er würden Autos robuster. Auch, was den Rost angeht.
    • Den Rost hat in der Wirtschaftswunderzeit niemand gestört, da sowieso kaum jemand daran interessiert war sein Auto langfristig zu fahren. Und das Thema Oldtimer war damals noch ein Fremdwort, wer ein altes Auto fuhr der wurde schon schief angesehen! Denn wer im Wirtschaftswunder angekommen war, der gönnte sich regelmäßig ein neues Auto... schließlich kosteten diese damals im Vergleich zur Kaufkraft des Durchschnittsverdieners wesentlich weniger als es heute der Fall ist.
      Früher galt die Regel, ein Wagen der unteren Mittelklasse kostet im Schnitt 10 Nettomonatsgehälter.

      Der erste Käfer meines Vaters kostete 1957 keine 3500,-DM. Was kostet heute ein Astra?
      Der Neupreis meines Rekord P2 lag 1960 bei 6700,-DM. Der Neupreis für das Vergleichsmodell Insignia ist da bereits ins uferlose explodiert.

      Aber davon will die Automobilindustrie nichts mehr wissen und kontert mit Argumenten wie "höheren Entwicklungskosten, höheren Lohnkosten und umfangreicherer Grundausstattung"... dabei musste früher wesentlich mehr Zeit und Geld in die Entwicklung und Konstruktion neuer Modelle investiert werden wie heute.
      Über die explodierten Managergehälter will aber niemand reden! Die werden totgeschwiegen...
    • das darfste nich zu laut sagen, sonst kommen gleich wieder die aluhutträger aus den ecken und sagen: jaaa, das darfste so nich sehen, heute is ja auch viiiiiel mehr technik im auto und sicherheit und blaaa... davon ab das die kisten ja angeblich alle so sparsam sind. seh ich recht wenig von.

      downsizing ist überall thema, kleine 3zylinder mit 1 liter in autos die 1.5 tonnen wiegen... das ganze soll dann noch sparsam sein und dennoch keine wanderdüne. ist die frage zu welchen lasten das am ende geht, entweder haltbarkeit oder es wird sündteuer.

      zu den vergleichspreisen die du aufrufst wäre ich interessiert wie die alten kisten inflationsbereinigt liegen würden. denke erst DANN wirds richtig offensichtlich, was heute vom käufer gefordert wird.
      so weit brauchst übrigens garnicht zurück gehen, der astra g als cabrio hatte bei seiner karriere etwa das in euro gekostet, was der kadett als cabrio in DM gekostet hat.
      ...kuschelkurs is aus...
    • Man kann keine Preise von 1960 mit 2019 vergleichen und dann urteilen, dass es heute alles teurer ist.
      Es muss berücksichtigt werden, wie das Einkommen ist.

      Wenn ich 1960 für 6700DM genau so lange wie heute für ein ähnliches Auto arbeiten muss, dann ist der Autokauf genau wie damals.

      Hier ist eine Grafik des Infilationsbereingigten Kraftstoffpreises mit bei:
      de.wikipedia.org/wiki/Motorenbenzin
      Da sieht man schön, dass absolute Zahlenwerte über Jahrzente nicht vergleichbar sind.

      Ich mache das bei mir jedes Jahr so:
      Nettolohn über das Jahr zusammenrechnen.
      Aus der Preisliste vom VW Golf den günstigsten rausuchen.
      Dann Nettolohn durch die Golf Preis teilen.
      -> so kann ich gut sehen, wie viel Auto ich mir für ein Jahr Arbeit kaufen kann.
    • basti80 schrieb:


      Hier ist eine Grafik des Infilationsbereingigten Kraftstoffpreises mit bei:
      de.wikipedia.org/wiki/Motorenbenzin
      Da sieht man schön, dass absolute Zahlenwerte über Jahrzente nicht vergleichbar sind.

      wenn ich nun die tabelle richtig sehe, tut sich das jedoch dennoch nich viel. das die preise um 1950 recht hoch sind, schiebe ich auf die nähe zur kriegszeit. vieles war dort noch in den kinderschuhen und ich behaupte auch, das man das ganze hochrechnen muss, wieviel abnahme dort war. wenn ich von einem artikel wenig verkaufe, muss er, um lukrativ zu sein teurer gestaltet werden.
      gut zu sehen ist die ölkrise um 1980, das dann gegen 1990 der preis so massiv einbricht wundert mich fast. die tendenz seit 1990 ist jedoch gut zu erkennen wohin der weg geht.ich merks ja selber, fahre seit 1998 auto, damals noch mit nem 13s vergaser kadett. der hat sich deutlich mehr genommen als mein c20ne, runde 9-10 liter waren da immer drin. dennoch hatte ich mit azubi einkommen mehr luft für mal ne extratour als heute.
      ...kuschelkurs is aus...
    • Die ganze Technik in den neuen Autos bekommt man ja auch aufgedrängt, viele "Pakete" sind komplett sinnlos. Viele Extras will ich gar nicht haben, muss diese aber kaufen, weil sie entweder zu einem Paket oder zur Serienausstattung gehören. Der Gesetzgeber gibt seinerseits viele "sinnvolle Extras " laut Gesetz vor ( Reifendruckkontrolle etc. ) , weil der mündige Bürger angeblich zu blöd ist sowas selbst zu überwachen und zur Dummheit erzogen werden.
      Deshalb liebe ich alte Autos!
      unterwegs in 3 D's
      Corsa D GSI
      Kadett D "GTE"
      Kadett D 13S GLS Automatik (Projekt Rentnerfahrzeug)
    • Willkommen in "1984" und in "Fahrenheit 451"!

      Diese Verschlimmbesserung...

      Musste ich heute wieder feststellen, als sich mein LCD TV wieder mal aufgehängt hat.
      Da habe ich geflucht und mir viel da wieder mein 31 Jahre alter Sony Trinitron ein, der noch immer funktioniert, aber im Keller steht.

      Früher gab es einfach nicht solche Probleme und geplante Obsoleszens.

      Genauso bei Smartphones, die komischerweise immer langsamer werden, nach kurzer Zeit, obwohl kaum genutzt und pfleglich behandelt.
      Somit kauft man das nächste Kackteil und das nächste...